Wo waren wir stehen geblieben?

Hallo zusammen! Wir sind wieder in Berlin und uns geht’s gut! Durch das ganze Theater mit dem Diebstahl und dem Wiedereintritt in die Arbeitswelt sind wir noch nicht dazu gekommen, weiter aus dem Urlaub zu berichten – bis jetzt! Also hier im Blog waren haben wir ja zuletzt zwei Tage auf einem schönen Campingplatz verbracht.

Diesen verließen wir nun und der erste Halt, um Irma zu tränken und uns die Tagesration Kanelbullar zu beschaffen, war Karlshamn. Die olfaktorische Wahrnehmung trügte nicht: Hier ist direkt am Hafen eine Speiseölfirma ansässig. Nicht nur die Luft wirkte tranig, auch das Städtchen. Also saßen wir zügig wieder im Bulli und brausten zum nächsten Ort: Karlskrona.

Eigentlich wollten wir hier nächtigen, da wir aber früher als gedacht eintrafen und der (kostenpflichtige) Stellplatz am Hafen uns nicht vom Hocker haute, entschieden wir uns für einen einfachen Stadtrundgang. Wir finden: ein schönes Städtchen, welches sich zu besuchen lohnt. Den Tag der offenen Tür des ortsansässigen Militärs ersparten wir uns jedoch zu Gunsten eines friedlichen Picknicks auf der Stadtinsel.

Der in diesem Urlaub noch mehrmals Thema werdende Regen holte uns leider ein und so ging es bei laufender Heizung nach Kalmar, denn dort sollte es, ebenfalls am Hafen, einen lohnenden Stellplatz geben. Wie sich aber vor Ort rausstellte, ist dieser erneut nicht nach unserem Geschmack und auch der Regen und der Dorfbums (oder Rummel beziehungsweise die Kirmes, je nach Herkunft) gegenüber boten nicht die erwünschte Abendgestaltung. Nach einem Blick auf den Wetterbericht entschieden wir uns kurzer Hand, uns über die 6 Kilometer lange Brücke Ölandsbron auf die gleichnamige Insel zu begeben. Wer eine bessere Erklärung für die steile Welle in der Brücke hat als „Weil man’s kann.“, der möge dies gerne kundtun – uns blieb sie nämlich ein Rätsel.

Wir fanden unweit der „Paradisverkstaden“ auf dem Parkplatz des Naturschutzparks Färjestaden ein lauschiges Plätzchen für die Nacht. Da hier offiziell nur vier Stunden am Stück geparkt werden darf, stellten wir auf der Parkscheibe 5 Uhr morgens ein und nach einem entspannten Abendspaziergang (#routinensindwichtig!) träumten wir mit Blick auf die Ölandsbron von Sonne.

Stellplatz mit Blick auf die Brücke

Und was sollen wir sagen? Der anschließende Morgen begrüßte uns mit Sonnenschein und auch die Vorschau für die nächsten Tage versprach gutes Wetter. Grund genug das Einrad raus zu holen, bevor es auf der Insel in Richtung Nordspitze ging.

Einrad fahren entspannt

So wie wir es uns für diesen Urlaub vorgenommen hatten, war nichts Spezifisches für den Tag geplant und wir erfuhren erst von der Existenz des Schlosses Borgholm, als es sich in der Ferne aus der flachen Landschaft erhob und wir von dem Anblick wie mit einem Magneten von der Landstraße auf den Besucherparkplatz gezogen wurden.

Wir hatten Glück, dass wir früh unterwegs waren, denn wir kamen pünktlich zur Öffnungszeit und außer uns waren nur wenige andere Ausflügler da. Wir konnten diesen tollen Ort also verhältnismäßig ungestört erkunden.

Schloss Borgholm

Schloss Borgholm

Besonders gefallen hat uns die Ausstellung moderner Kunst in diesen geschichtsträchtigen Mauern, die ein ungewöhnliches Gefühl der Verbindung zwischen den Epochen hervorrief. Die in Gewändern mittelalterlicher Mägde gekleideten Helferinnen, die auf dem Smartphone Pokemon jagten oder die aufwändigen Origiami-Installationen einer japanischen Künstlerin vor dem 54 Meter tiefen Brunnen, in dem sich der Legende nach einst ein junges Mädchen wegen einer unerfüllten Liebe ertrank – all das harmonierte wunderbar und bescherte uns einen gelungenen Vormittag.


Im Anschluss bestaunten wir die vorbeiziehende Landschaft, die immer wieder zu kleinen Pausen einlud. Zum Beispiel als der Blick aus dem Fenster uns auf eine Safari schickte und wir Kamele in der Steppe entdeckten, oder in Borgholm, wo neben dem Yachthafen ein altes Badehaus wieder aufgebaut wurde, oder einfach so an der Steilküste, wo man beim Picknick in der Sonne den über dem Festland niedergehenden Regen aus der Ferne betrachten konnte.

Safari in Schweden - ja das sind Kamele!

Badehäuser gibt es überall

Picknick mit Ausblick

Am Ende des Tages gesellten wir uns zu drei schwedischen Wohnwagen auf einen kleinen Parkplatz kurz vor dem nördlichsten Punkt der Insel, beim Langen Erik – einem fast 200 Jahre alten Leuchtturm.

Sonnenuntergang auf Öland

Der Sonnenuntergang, in den wir für eine letzte Erkunndungsrunde hineinradelten, war einer der schönsten, die wir in dem Urlaub zu Gesicht bekamen – so eine Westküste ist schon etwas Feines.

2 Kommentare zu “Wo waren wir stehen geblieben?

  1. Gerhard Wagner

    Super, besonders die Wasaqueen, erinnert an den Krönungsstuhl Karls des Großen in Aachen… Antike trifft Moderne…

  2. Martin

    Wie immer tolle Bilder von euch ! Euer Blog animiert mich immer mehr, meine Frau zu schnappen und auch einen Trip zu wagen =)
    Gerade bei dem Bild, wo ihr Picknick an der Küste bei blauem Himmel und Sonnenschein macht und dazu in der Ferne den Regenschauer beobachtet, ladet förmlich ein sich dazu zu gesellen…..
    Zu dem Thema Kamele in Schweden: Hättet ihr kein Bild gemacht, hätte ich euch das nicht geglaubt 😛

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