Etappe 12 / Bonn – Andernach / 48km

Für den Mittag war Regen angesagt, daher planten wir eine kurze Etappe und starteten relativ früh. Bei der Stippvisite in Bonns Innenstadt staubten wir ein leckeres Frühstück ab und waren, trotz der grauen Suppe über uns, guter Dinge. Dennoch erwischte uns der Regen dann relativ zeitig, so dass endlich die Regenkleidung vollständig zum Einsatz kam und sich die Mitnahme hiermit legitimiert hatte. Allerdings stellten wir bei der Gelegenheit fest, dass die Auffrischung der Impregnierung von Phils Regenjacke nicht den gewünschten Effekt hatte – für zukünftige Regenetappen (und die sollten kommen) musste also eine andere Lösung her.

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Etappe 11 / Ratingen – Bonn / 89km

Von Ratingen aus ist es nur ein Katzensprung nach Düsseldorf, wo wir auf der Kö nach einem Bäcker suchten, um anschließend unseren allerersten Blick auf den Rhein zu werfen und ein gemütliches Frühstück zu genießen.

Wir hatten perfektes Fahrradwetter, aber der Weg durch die Stadt erforderte viel Konzentration wegen Baustellen, Autos, Fußgängern und zeitgleicher Navigation. Daher waren wir letztendlich froh, als wir die Altbier-Stadt hinter uns hatten und am Rhein entlang auf Köln zuhielten.

Mit der bekannten Rheinbrücke und den Domtürmen tauchten Kindheitserinnerungen an Köln vor uns auf, Schul- oder Shoppingausflüge, Graffiti gucken am Bahnhof, aber nie zum Karneval. Auch heute ist es genau wie früher viel zu voll auf der Domplatte, doch Fotos mit den Rädern dürfen natürlich trotzdem nicht fehlen. Dennoch treibt es uns dann schnell zurück an die Promenade und weiter nach Süden.

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Etappe 10 / Dortmund – Ratingen / 70km

Am Morgen, nachdem wir noch ein wenig aufgeräumt hatten, nutzen wir die Gunst der Stunde und die Anwesenheit eines Gartenschlauchs, um die Räder nochmal auf Vordermann zu bringen und machten uns anschließend auf den Weg ins Rheinland.

Natürlich nicht ohne einen Abstecher zum schönsten Fußballtempel des Landes zu machen und ein Radler mit der Schwester zu trinken!

Dass die Gegend rund um Hattingen und vor allem bei der Anfahrt auf Velbert voller knackiger Anstiege ist, hatten wir zuvor bei der Streckenplanung gesehen. Nach dem Ruhetag für Beine und Gesäß lief es trotz der kurzen Nacht ziemlich gut und wir hatten bei 840 Höhenmetern am Ende einen Schnitt von 14 km/h und waren früh genug in Ratingen, um noch ein Altbier im Ratsstübchen zu trinken.

Etappen 8 & 9 / Freckenhorst – Dortmund / 95km

Ab Freckenhorst wartete eine flache Etappe durchs Münsterland auf uns. Entsprechend flüssig verflogen die ersten dreißig Kilometer bis in die Tatort-Stadt, wo wir nach dem obligatorischen Schnappschuss am Dom eine ausgiebige Pause in einem Studentenkaffee gegenüber vom Titus einlegten.

Hier in Münster endete außerdem unsere Reise auf dem Europaradweg R1 und wir wechselten die Himmelsrichtung gen Süden. Die nächste Pause verbrachten wir nach weiteren 30 Kilometern am Wasserschloss Westerwinkel, wo zwei Pfauen durch den Biergarten wandelten, um Krümel der hervorragenden belgischen Waffeln abzustauben.

Die letzten 15 Kilometer bereiteten ebenfalls keine Probleme, so dass wir den Abend wie geplant in Werne bei einem schönen Abendessen mit Philipps Oma und Opa verbringen konnten.

Am nächsten Morgen schüttete es wie aus Eimern, weshalb wir auch den Vormittag noch bei den Großeltern verbrachten, bevor wir uns auf den Weg nach Dortmund machten, um den 95. Geburtstag von Annis Oma zu feiern. Natürlich nicht, ohne zuvor auf dem Weg auch Philipps anderen Großeltern noch einen Kurzbesuch abzustatten.

In Dortmund angekommen, wurde bis spät in die Nacht gegrillt, getrunken und gelacht – ein würdiges Finale der ersten Hälfte unserer Radreise.

Etappe 7 / Detmold – Freckenorst / 89km

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel zogen wir die Regenjacken an und machten uns wieder auf den Weg. Tatsächlich hatte unsere persönliche Wetterschneise heute ein paar Tropfen für uns dabei, allerdings immer erträglich und nie von langer Dauer. Warm wurde uns trotzdem, denn wer zuvor die Abfahrt bei der Anreise genossen hatte, der musste anschließend auch wieder aus Detmold herausklettern – der Morgen begann also erneut sportlich.

Mit dem Wald ließen wir dann aber nach zehn Kilometern auch endgültig die Berge hinter uns und auch der Gegenwind hielt sich in den jetzt wieder weiteren Landschaften in Grenzen, so dass unsere Durchschnittsgeschwindigkeit deutlich zunahm. Zur Belohnung gab es Gebäck in Vörden nach den ersten 30 Kilometern und Eiskaffee nach 60 Kilometern in Harsewinkel (laut Ortseingangsschild „die Mähdreschestadt“ dank Firma Claas).

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